Über mich als Funkamateur (Ham)

Im Oktober 1924 beginnt eigentlich schon die Funkerei in unserer Familie. Mein Vater bekam eine Genehmigung, eigene Empfänger zu bauen. Ich bin 1929 geboren und ich erinnere mich, wir hatten immer im WC Säure und Bleiakkus die geladen wurden - zum Leidwesen meiner Mutter. Meinen ersten Empfänger baute ich 1947 mit alten Wehrmachtsröhren. Er ist noch vorhanden. CW konnte ich damals schon.

Studium, Beruf, Gründung einer Familie gaben mir erst 1964 Zeit, die Amateurfunkprüfung abzulegen. Seitdem habe ich das Rufzeichen DL3II. Bausätze von Geloso und Heath ermöglichten einen guten Start. 1965 bekam ich die Lizenz für RTTY Funkfernschreiben). Wir waren damals ca. 20 Stationen in Deutschland. Dies war mein Einstieg in die digitale Technik.

Bayerns flüssige Nahrung

Die flüssige Nahrung
der Bayern

1982 baute ich meinen ersten Computer mit dem 8000 Prozessor. Speicher 1 kByte! Tastatur waren Schalter (Mäuseklavier). Mein erstes Programm schrieb ich zur Ansteuerung des Fernschreibers als Drucker. Im Ortsverband Schweinfurt B14 des Deutschen Amateur-Radio-Club war ich für Jahre Ausbilder für Neulinge des Amateurfunks. In dieser Zeit hatten wir auch gute Kontakte zu amerikanischen Funkamateuren, die in den hiesigen Kasernen als Soldaten dienten. Weltweit konnte ich so viele Kontakte knüpfen. Besonders mit deutschen Funkamateuren, die im Ausland arbeiteten. Allein in Kabul (Afghanistan) gab es sechs deutsche Funkamateure! 1978 bestand auch mein ältester Sohn die Prüfung (DG2NM jetzt DL3NAA) - die Enkel interessieren sich bereits jetzt für Kabel und Mikrofone - vielleicht ist das dann die vierte Generation von Funkamateuren in der Familie! Allerdings habe beide Laptops mit Wlan und knüpfen so ihre Kontakte. Aber vielleicht reizt sie doch eines Tages CW als "Geheimsprache". "Schau mer mal" - sagt man dazu in Bayern.